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Fluggastrechte EG Verordnung 261/04

Entschädigung  weil man Anschlussflug wegen einer Verspätung verpasst

Eine gute Lösung der Anliegen der Mandanten fordert vom Juristen Verständnis für die Zusammenhänge und Sicht auf das Ganze. Recht gibt häufig Anstöße für weitere Wirkungen, die ihrerseits mit Recht nichts mehr zu tun haben.

Mit systemischer Gesprächsführung erschließen Sie das Beziehungsfeld des Mandanten, die möglichen Kooperationszusammenhänge und belassen dabei die Verantwortung des Handelns beim Klienten.

Hierbei unterstützen Systemaufstellungen, die schnell und simultan Beziehungsdynamiken des aufgestellten Systems zeigen und neue Lösungsmöglichkeiten entdecken lassen. Fachkompetenz verbunden mit bewusstem systemischem Vorgehen führt zu kalkulierbaren Ergebnissen in Beratung und Verhandlung.

Das Schlichtungsverfahren in Fluggastrechtstreitigkeiten

Um ein Schlichtungsverfahren einleiten zu können, muss für die Rechtsstreitigkeit zunächst geklärt werden, wer rechtlich Anspruchsteller ist, wer Anspruchsgegner ist und welche Ansprüche dem Grunde und der Höhe nach gesetzlich begründet sind. Erst nach rechtlicher Analyse und Klärung der wesentlichen Eckpunkte kann das freiwillige Schlichtungsverfahren eingeleitet werden. Wichtigste Voraussetzung für das Schlichtungsverfahren ist das Einverständnis beider Parteien zum Schlichtungsverfahren.

Es müssen sowohl der Fluggast, als auch die Fluggesellschaft mit dem Schlichtungsverfahren einverstanden sein. Die Schlichtungsstelle bietet die Rechtsberatung und/oder Erstberatung bezüglich dieser rechtlichen Fragen im Einzelfall NICHT an. Des Weiteren beachten Sie bitte, dass die Schlichtungsstelle Ihre Interessen als Fluggast NICHT vertritt.

Air Berlin zahlt bei Flugverspätung nicht – Gerücht oder wahr?

Genausowenig wie ein Gericht die Interessen einer Partei vertritt, übernimmt die Schlichtungsstelle eine Vertretung. Wir empfehlen Anspruchstellern, sich im Schlichtungsverfahren im Einzelfall von spezialisierte Rechtsanwälten für Fluggastrechte vertreten zu lassen. Rechtsanwälte sind als Rechtsbeistand verpflichtet, die Interessen ihrer Mandanten parteilich und zielgerichtet wahrzunehmen.

Dies bietet die Schlichtungsstelle als unparteiischer Dritter nicht an. Etwaig anfallende Rechtsverfolgungskosten (wie z.B. Rechtsanwaltskosten) können im Schlichtungsverfahren berücksichtigt werden (vgl. Begründung zum Gesetzesentwurf BR-Drucksache Nr. 464/12, Seite 16 a.E.). Die Kostentragung richtet sich nach den allgemeinen Vorschriften, die für die Kosten außergerichtlicher Geltendmachung von Ansprüchen maßgeblich sind, sofern der Vorschlag des Schlichters diese Kosten nicht aufgreift. Mehr über Ansprüche von Fluggästen auf Befreiung von anfallenden Rechtsverfolgungskosten (insbesondere Rechtsanwaltskosten) finden Sie auf den Seiten der Kanzleien für Fluggastrechte.

Voraussetzungen für das Schlichtungsverfahren sind:

  • Die wesentlichen rechtlichen Eckdaten (Anspruchsteller, Anspruchsgegner, Ansprüche dem Grunde und der Höhe nach, Gerichtsstand in Deutschland) sind geklärt.
  • Die Ansprüche der Höhe nach betragen mehr als EUR 10,00 und weniger als EUR 5.000,00.
  • Die Gegenpartei (Fluggesellschaft, Reiseveranstalter) wurde außergerichtlich kontaktiert und hat die Erfüllung der Ansprüche abgelehnt.
  • Die Gegenpartei hat sich mit dem Schlichtungsverfahren einverstanden erklärt.
  • Die Gebühr für die Schlichtung i.H.v. EUR 250,00 wurde bezahlt.

 

Fazit:

Auch wenn der Flug mal zu spät kommt sollte man nicht direkt verzweifel und den Kopf in den Sand stecken. Auch wenn das erstmal natürlich ärgerlich ist, bietet sich hier die Möglichkeit doch etwas Geld herauszuschlagen. Das Mittel der Wahl ist hierbei ein Schlichtungsverfahren oder direkt eine entsprechende Klage.

Published inJura

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